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Vom Angestellten zum Gesellschafter

Grüne Lebensräume planen, bauen, pflegen ist das Motto von Roßberg Garten- und  Landschaftbau. Seit 17 Jahren gibt es das Wolfenbütteler Unternehmen– im März 2015 ist Sebastian Glatter als Gesellschafter eingestiegen. Schon früh war dem Garten- und Landschaftsbauer klar, dass er gern eigenverantwortlich arbeiten möchte, „nur“ Angestellter sein ihm nicht genügt. Gezielt suchte er deshalb nach einer Firma, an der er sich beteiligen kann.

Vor etwa vier Jahren trat er dem Verein „Existenz und Zukunft“ bei, einem Beraternetzwerk für Gründungsinteressierte im Raum Wolfenbüttel. „Im Verein habe ich Bernd Miosga kennengelernt“, erzählt Glatter. „Er hat mich beraten und mir unter anderem bei der Erstellung des Businessplans geholfen.“

Im Gegensatz zu einer Neugründung bietet der Einstieg in ein bestehendes Unternehmen Vorteile, stellt aber auch spezielle Anforderungen: Der Betrieb ist bereits am Markt etabliert und die Mitarbeiter sind eingearbeitet. Als neuer Chef muss sich Glatter nun um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens kümmern, bestehende Kunden weiterhin zufriedenstellen, neue Kunden hinzugewinnen und die Arbeitsplätze im Unternehmen sichern.

„Mit Matthias Roßberg habe ich den idealen Partner gefunden. Wir ergänzen uns mit unseren Arbeitsschwerpunkten und liegen auf einer Wellenlänge“, erzählt Glatter. Sie gründeten eine oHG, in der beide als gleichberechtigte Partner beteiligt sind. In einem Gesellschaftervertrag ist ihre Zusammenarbeit genau geregelt. In der Praxis sieht die Arbeitsteilung so aus: Glatter arbeitet „im grünen Bereich“, also der, Pflanzung und Pflege von Gärten und Anlagen, Roßberg übernimmt die Sparten Bau und Umweltbau. Außerdem bietet Glatter seinen Kunden eine besondere Dienstleistung an. Mit einem Multicopter, einem ferngesteuerten Fluggerät, kontrolliert er Dächer und Bäume und erstellt Sturmschadensdiagnosen. Das Angebot ist ein Schritt, das Unternehmen zukunftsfähig zu halten und sich gegenüber Mitbewerbern erfolgreich auf dem Markt zu behaupten.

Ganz bewusst habe man sich dafür entschieden, den Unternehmensnamen „Roßberg“ beizubehalten. „Gerade im Handwerk ist es wichtig, die Beziehung zu langjährigen Kunden und Lieferanten zu erhalten und Kontinuität zu zeigen.“ Für den frischen Wind, den Glatter ins Unternehmen bringt, steht der Zusatz „Umweltbau“, der den etablierten Firmennamen ergänzt. Außerdem ist das Unternehmen umgezogen. Am Neuen Weg in Wolfenbüttel, einer der Haupteinfallsstraße der Stadt, erweitern Glatter und Roßberg derzeit die Schauflächen vor den Büros. „Hierher zu ziehen war ein wichtiger Schritt: Zum einem steht er für die räumliche Trennung von Geschäftlichen und Privaten bei meinem Geschäftspartner, zum anderen können wir hier das Potenzial der rund 28.000 Autos, die hier jeden Tag vorbei fahren, optimal nutzen“, erklärt Glatter. Mit der attraktiv gestalteten Außenfläche habe man schon viel Laufkundschaft neu gewonnen.

Auch wenn er seit dem Einstieg als Inhaber auch mal sonntags arbeiten muss, ist Glatter zufrieden mit seiner Entscheidung. „Gründer müssen sich bewusst sein, dass gerade in der Anfangsphase viel Arbeit auf sie zukommt. Selbstständigkeit heißt, stets und ständig verfügbar zu sein. Aber es lohnt sich. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen und mir auch bewusst Freiräume schaffen, zum Beispiel, um meinen Sohn jeden Morgen in die KiTa zu bringen“. Er rät anderen Gründern, die vielfältigen Beratungsangebote in der Region zu nutzen, um sich zu informieren und ein Netzwerk aufzubauen. Nach seiner erfolgreichen Existenzgründung engagiert er sich nun selbst als Berater im Verein „Existenz und Zukunft“.

Kontaktdaten:

Roßberg Garten-, Landschafts- und Umweltbau
Sebastian Glatter
Neuer Weg 79a
38302 Wolfenbüttel
E-Mail:
info@rossberg-galabau.de
Webseite:
www.rossberg-galabau.de